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malzbiermotorad

Dosenschießer

  • »malzbiermotorad« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 8

Registrierungsdatum: 20. März 2019

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1

Mittwoch, 20. März 2019, 20:30

Diana 35

Hallo,

ich möchte mich zunächst kurz vorstellen.
Ich heiße Markus, bin 48 Jahre und wohne nördlich von Leverkusen in Burscheid.
Ich bin seit ein paar Monaten Besitzer einer Diana 35.

Sie hat ein Diopter und kein Kimme-Visier.
Sie wird wohl etwa 30 Jahre sein, Schätzung.
Sie hat ein F eingestanzt.

Da ich sie natürlich überholen und optimieren möchte, habe ich mir zunächst eine Spannvorrichtung gebaut.
Damit konnte ich sie recht einfach demontieren, ohne fliegende Teile. :P

Der Zustand ist dem Alter entsprechend, war kaum noch Fett drin und der Kolben 16/7 (Teileliste) hat etwas Oberflächenrost angesetzt.
Die Lederdichtung sieht auch nicht mehr neuwertig aus.

Hab sie zunächst wieder zusammengebaut, um die Technik zu verstehen.
Die Aktion hat etwa 3 Stunden gedauert, hatte zunächst Probleme mit der Feder 24 der Federstütze 20.
Habe aber dann doch kapiert, wie die Feder richtig sitzen muss.
Nun, sie funktioniert jetzt wieder genauso wie vor der Demontage.

Nun habe ich natürlich einige Fragen :)

Der Zylinder 12/1 ist innen natürlich verschmiert.
Wie reingt man den ordnungsgemäß?
Kann ich den einfach einen mit Lösungsmittel getränkten Lappen säubern?

Würdet Ihr eine neue Lederdichtung verwenden oder eine Elastomerkolbendichtung? Ich hoffe, dass keine Riefen zu entdecken sind.

Sollte ich eine neue Kolbenfeder kaufen? ist die wohl nach 30 Jahren schlapp geworden?
Ist eine 17Joule empfehlenswert? Mein Garten könnte einen Schießplatz mit etwa 35Metern bieten.
Das die 17er nicht erlaubt ist, ist mir bekannt.
Ich habe nicht vor, mit der Diana mein Grundstück großartig zu verlassen.

Meine Federführung 18 ist aus Stahl, bei Waffencenter Gotha gibt es eine aus Kunstoff, ist die besser?

Noch habe ich keinen Ringkorn, möchte mir aber einige besorgen.
Welche Größe würdet Ihr empfehlen?
Hatte mir gedacht, zunächst 2, 3, 4 und 5mm zu kaufen.

Welche Munition würdet Ihr emfehlen.
Sowohl für 7 Joule als auch für 17 Joule.

Die Brunierung ist noch relativ gut, an einer Stelle etwas durchpoliert (schimmert Silbern).
Sollte ich es so lassen, oder funktioniert das Heimbrunieren doch sehr gut.
Man hat mir davon abgeraten, soll Flecken geben.

Ansonsten wäre ich noch für jeden Tip und Hilfe sehr dankbar.


Schonmal vielen Dank

Gruß
Markus

Horus

Hobbyschütze

Beiträge: 56

Registrierungsdatum: 5. März 2019

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2

Mittwoch, 20. März 2019, 22:23

Erstmal Hallo Markus.

Das sind aber viele Fragen auf einmal. Gleich zu Anfang, die Munition mußt Du selber testen. In meinem engeren Kreis sind JSB Exact,JSB Express für weitere Entfernungen(25 m +..) und zum Scheiben lochen H+N Sport Flachkopf und RWS Geco oder Basic. Das sind aber nur grobe Empfehlungen.

Um den Zylinder innen zu reinigen würde ich einen Lappen mit Reinigungsbenzin nehmen und das Ganze innen großzügig auswischen,
Lederdichtungen sind natürlich super wenn Du eine passende findest oder selbst herstellen kannst - ich habe aber auch schon diese Elastomerdichtungen verbaut(unter anderem in einer LG55) und die gehen auch sehr gut. Ich kann da nix schlechtes sagen.

Zu Feder und Federführung kann ich nicht viel sagen ,da ich da keine Erfahrung habe.

Die Größe des Ringkorns ist meiner Ansicht nach auch Erfahrungssache, ich schieße nur offen (Kimme und Korn) oder eben Zielfernrohr.

Kleinere Ausbesserungen an der Brünierung habe ich auch schon mit Kaltbrünierung vorgenommen. Wenn man das ordentlich entfettet und sorgfältig vorgeht wird das auch. Ist einfach eine Sache der Sauberkeit bei der Arbeit.

Ich hoffe ich konnte Dir ein wenig helfen. *huhu1*

malzbiermotorad

Dosenschießer

  • »malzbiermotorad« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 8

Registrierungsdatum: 20. März 2019

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3

Mittwoch, 20. März 2019, 22:27

Hallo Horus,

vielen Dank. :)
Das hilft mir schon ein wenig.


Gruß
Markus

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Horus (21.03.2019)

4

Donnerstag, 21. März 2019, 04:54

MIt der 17-Joule-Feder, das würde ich mir gründlich überlegen.
Auch auf dem eigenen Grundstück ist das Schießen damit nicht erlaubt.
Mit 7,5 Joule kannst Du, auf der Dir zur Verfügung stehenden Entfernung
auch noch treffen. Somit kannst Du auch ohne potenziellen Ärger Spass
haben.

Zum Fetten der Feder würde ich Ketten- oder Kugellagerfett empfehlen.
Das ist "schleuderfest". Den Kolben kannst Du mit fast allen handels-
üblichen Reinigern säubern, die zum Entfetten taugen.
Die von Horus genannte Möglichkeit der Reinigung, ist vollkommen in Ordnung.

Die Lederdichtung kannst Du vielleicht wieder in einen verwendbaren Zu-
stand bringen, indem Du sie ein paar Tage iin Öl einlegst.
Sollte das nicht bringen, weil sie vielleicht schon zu sehr hinuüber ist, dann
wird Dir wohl eine "Umrüstung" auf Kunstoff nicht erspart bleiben. Ich würde
aber wahrscheinlich gleich zu einer neuen Kunstoffdichtung greifen.

MIt der Feder ist das so eine Sache. Wenn das Gewehr nicht viel geschossen
wurde oder die Waffe mal versehntlich über einen längeren Zeitraum gespannt
irgendwo hingestellt wurde, dann kann die Feder durchaus noch in Ordnung sein.
Auch nach so langer Zeit. Falls Du die Möglichkeit hast, das Gewehr mal durch
einen Chrony zu schießen, um die Leistung feststellen zu können, dann mach das.
Ansonsten wirst du beim Auseinandernehmen ja auch gesehen haben, ob sie
vielleicht krumm ist. Das wäre auch schon ein Kriterium die Feder zu wechseln.

Die Federführung ist auf die Orginalfeder abgestimmt. Das kann sein, daß das
Gewehr mit einer neuen, nachproduzierten Feder nicht mehr so optimal läuft.
Dann solltest Du mit dem Federwechsel auch die Federführung wechseln.

Gruß Rumms
"Black is beautiful!"

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rumms« (21. März 2019, 05:03)


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kritisch

Naturbursche

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5

Donnerstag, 21. März 2019, 14:31

Es gibt nichts besseres als die alte Lederdichtung. Alles was ich aus eigener erfahrung sagen kann und was hier auch immer wieder geschrieben wird ist drin lassen.
Wenn sie nicht total hin ist nicht tauschen.
Was Rumms schon geschrieben hat einfach einige Zeit in Öl einlegen.
Und Finger weg von den sogenannten Exportfedern. Bloß weil einige sie bestellt haben wurden sie von gewissen Herren besucht. Und ich denke das möchtest du nicht wirklich.
Gruß Ralf
Suche Teile für Abzug FWB
Modell 121, 124, 125, 127

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malzbiermotorad

Dosenschießer

  • »malzbiermotorad« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 8

Registrierungsdatum: 20. März 2019

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6

Donnerstag, 21. März 2019, 22:23

Vielen dank für die Infos.
Die decken sich weitesgehend auch mit denen, die ich von einem Bekannten und von Waffenshop erhalten habe.
Werde also keine 17 Joule Feder kaufen.

Stattdessen wird wohl ein Kugelfang, ein Futteral und Pflegemittel angeschafft.

Ich hoffe, nächste woche kann ich dann mehr berichten.

Wenn ich es schaffe, kann ich ja mal ein paar Fotos machen und hier einstellen, sofern Interesse besteht.

Wäre eine Montageanleitung sinnvoll?
Ich konnte bisher nirgends im Netz eine finden, die hilfreich ist.
Oder ist die Diana 35 nur was für ewig gestrige?

Gruß Markus

7

Freitag, 22. März 2019, 05:35

Die Diana 35 ist ein "Evergreen". Außerdem gibt es keine uninteressanten Luftgewehre ;) :) .

Fotos sind immer Willkommen.

Auf "youtube" findest Du auch Anleitungen wie man einen "Knicker" auseinander nimmt.
Sollte es über die Diana 35 kein Video geben, dann schau Dir einfach den Auseinanderbau
eines anderen Gewehrs an. Abgesehen von Kleinigkeiten, sind die im Prinzipalle gleich auf-
gebaut. Dann hast Du zumindest eine kleine Hilfestellung. Aber Du sagtest ja auch, daß Du
sie schon mal auseinander gebaut hast. Somit sollte der eventuelle Austausch der Dicht-
tungen und der Feder auch kein Problem sein. Merken wo was war und wieder hin kommt
und gut. ;)
Du wirst das schon machen. Nur Mut.

Also ran an die Arbeit und Fotos machen :D .
"Black is beautiful!"