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dktae

Dosenschießer

  • »dktae« ist der Autor dieses Themas

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1

Sonntag, 5. Juni 2016, 18:01

SSW und Selbstverteidigung - Versuch einer ernsthaften Diskussion :-)

MoinMoin Forum,

nachdem es hier recht oft in Foren und auf FB abschätzige Bemerkungen zur Selbstverteidigung (SV) mit Gaspistolen / Gasrevolvern (SSW) gab und gibt, würde ich gerne ernsthaft und polemikfrei darüber diskutieren - an die Mods/Admin: sollte das Thema / meine Vorlage unverwünscht sein, bitte entfernen, kein Problem :)

Und ja... ich weiss, daß es solche Diskussionen schon gab... aber was ich bisher zu lesen bekam, ist nicht sehr ergiebig - und ohne jemandem nahe treten zu wollen: einfach zu sagen "I mog koa SSW zur SV ned nutzen!" (bayerisch ;) ) reicht ohne fundierte fachliche Argumente doch irgendwie nicht so richtig aus, gell? ;)

Einleitung:
Ich selbst gehöre zu jenen, die ausprobieren, was sie benutzen. Muß ja nix Verkehrtes sein...

Ich bin 54 und neige, das muss ich ehrlich zugeben, aber ab und an auch zu Dummheiten ;)

Das Beschiessen lassen mit drei Patronen 9mm PAK CS-Gas und drei Patronen 9mm PAK Pfeffer-Munition aus einer Walther PPQ M2 auf einer Wiese (befriedetes Besitztum) aus drei Metern Entfernung bei Wind gehörte ganz klar dazu: ich kam schwer in Atemnot, meine Haut und Augen (letztere trotz Schutz) brannten entsetzlich, ich nahm um mich herum nichts mehr wahr, und Gottlob hatten meine Mitstreiter und uns vorbereitet, also Wasser und Milch in Mengen dabei zum Spülen, ausserdem Asthmaspray, so daß ich - gerade noch so - kein Fall für den Notarzt wurde.

Ok, mag sein, daß ich überempfindlich bin. Bin Allergiker und habe tatsächlich Asthma...

Einer meiner Mitstreiter, ein großer Zweifler, was SSWs und SV damit angeht, ist aber völlig gesund und hat sich hernach (ich brauchte zwei Stunden, nur um unter Hautbrennen und -rötung sowie Kopfweh wieder einigermaßem gescheit aus der Wäsche gucken zu können) ebenfalls beschiessen lassen... bei ihm reichten zwei Schuß 9mm PAK Pfeffer, und er hatte zu nichts mehr Lust - und von den anderen wollte dann keiner mehr testen...

Soweit zum hiesigerseits erlebten.

Da ich beim Bund eine sehr gute Ausbildung an Waffen genossen habe, und diese auch heute und auch bei SSWs sehr genau umsetze (Thema Sicherheit im Umgang mit Waffen), jedoch auch keinerlei Hemmungen habe, auf einen Angreifer zu schiessen, notfalls auch ein volles Magazin, und nun selbst die, aus meiner Sicht hohe Wirksamkeit von CS-Munition und Pfeffer-Munition hautnah selbst erleben "durfte" (dümmer gehts fei nimmer!!!), wundert es mich doch sehr, daß es Leute gibt, die die Aussage treffen, SSWs seien zur SV gänzlich ungeeignet.

Ich bin da, sehr sachlich, sehr an Euren Gründen für diese Ansicht interessiert: woran macht Ihr das fest?
  • An der - aus Eurer Sicht - Unwirksamkeit der CS- /oder Pfeffer-Munition?
  • An der (durchaus zutreffenden) Tatsache, daß in Deutschland der Umgang mit Waffen nicht alltäglich ist, so daß da echte Wissens- und Fähigkeitsdefizite bestehen?
  • An der (auch zutreffenden) Hemmschwelle vieler, mangels Übung, vielleicht auch mangels Durchsetzungsfähigkeit im Notfall, auf einen Angreifer gezielt (soweit man das mit SSWs kann) zu schiessen?
  • Oder woran noch?
Jene, die gerne polemisch oder nörgelnd antworten mögen, bitte ich freundlichst, das zu unterlassen, mein Thread ist ernst gemeint und ich wünsch mir und bitte um eine sachliche Diskussion.

Danke und Grüße
d.

Bitte bleibt sachlich und beim Thema.
Ich werde unnötige Kommentare jeder Art umgehend entfernen.
NC9210

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »NC9210« (5. Juni 2016, 18:40)


Cannyblue

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2

Sonntag, 5. Juni 2016, 19:35

Meine Persönlich Erfahrung.

Früher als Jugendlicher kam es schonmal vor, das beim Bespielen der Waffe in der Wohnung sich ein Schuss CS Gas in der Wohnung löste, da wurde erstmal das Zimmer Fluchtartig verlassen und später die Fenster Aufgemacht.

Irgendwann kam man unter Alkohl doch mal auf Idee aus Spaß auf seine Kumpels im Park zu schiessen, die Wirkung hielt sich meißt in Grenzen, teilweise etwas Augentränen aber mehr nicht.

Irgendwann kam es mal dazu, das sich ein Schuss aus einen Alfa 2 aus etwa 1m Entfernung Löste und knapp an meinen Gesicht vorbei ging, zwar konnte ich nichts mehr sehen und Augen Tränten, aber sonst erlitt ich keine Verbrennungen nur Rötungen.

Denke mal das Hauptproblem ist eher das die Einen zuviel Effektivität sehen, die anderen gar keine Effektivität.

Richtig ist meiner Meinung nach die Mitte, es kann helfen aber man sollte nicht zuviel erwarten.

Jede Situation ist anders.

Allerdings muß man auch der Tatsachen entgegen sehen, das kaum Mittel zur Verteidigung gibt, Messer bis 4-5cm Klinge, CS/Pfeffersprays, Elektroschocker und Schreckschuss Waffen die eigendlich mehr als Silvester Spielzeug für Erwachsene gedacht waren. Die Schreckschusswaffen halte ich Persönlich noch von allen am Besten.

Da aber weder die Hersteller, noch Vereine, noch irgendwelche anderen Gruppen die sich angeblich für Rechte von Legalwaffen Besitzern Einsetzen, bis Dato keinerlei Nennenswerten Druck ausübten, geschweige irgend eine Lockerung erreicht haben. Sind Effektive Mittel wie Travmatik Waffen noch in weiter ferne, diese wären Absolut Effektive und nicht Tötlich und der Angreifer wäre Tatsächlich Kampfunfähig und eine Mann/Stop Wirkung würde sofort Eintreten, für die Sv wären diese Waffen wirklich Effektive.

MFG
Canny


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Elor

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3

Sonntag, 5. Juni 2016, 20:02

Ich denke einer der Vorteile von SSW ist eben der im Namen versteckte Schreck. Wenn man von einer Gruppe Blödmännern in einer dunklen Passage zur "freundlichen physikalischen Konversation" aufgefordert wird dann kann einem so ein lauter knall schon mal die Haut retten, alleine deshalb, weil die Angreifer wahrscheinlich nicht in der Lage sind das Geräusch einer Knall-/Gaskartusche von einer scharfen Patrone zu unterscheiden. Auf dem Youtubekanal von Let's Shoot ist mal so ein Fall beschrieben worden.

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Cannyblue (05.06.2016)

Grenzmark

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4

Montag, 6. Juni 2016, 04:22

Hallo dktae,
ich habe die Diskussion im Nachbarforum gelesen und kann deinen Frust nachvollziehen. Es sind immer dieselben "üblichen Verdächtigen", sorry,
meinte natürlich "Experten", die ihre immer gleichen Kommentare posten. Am besten gar nicht erst verteidigen, weil man sonst vor Gericht Ärger bekommen wird. Oder wenn, dann nur eine Spraydose, wegen dem Problem SSW vs. Gegenwind. Oder, oder, oder...
Die erste Frage ist doch, entscheide ich mich dafür, "in the gravest extreme" mein Leben und meine Gesundheit zu verteidigen, oder nicht. Erst wenn man hier klar und eindeutig mit "JA" antwortet, macht es überhaupt Sinn, über legale und effiziente Mittel nachzudenken. Sodann sollte man eine Gefährdungsanalyse für sich selbst vornehmen, ohne Hysterie und ohne die "öffentliche Meinung". Bin ich aktuell gefährdet oder nicht- und wenn ja, kann ich der Gefahr erfolgreich aus dem Weg gehen - oder nicht. Manche Menschen können eben nicht (mehr) weglaufen, zB. mit einem Hüftschaden... Genau dann stellt sich die Frage, welche Verteidigungsmittel für mich funktionieren könnten, Murphys Laws immer im Blick.
Dann heißt es ausprobieren, üben, trainieren und wieder trainieren. Und IMMER wachsam sein. IMMER. Und ja, das kostet eine Menge Lebensqualität. Um es deutlich zu sagen: Wachsamkeit hat nichts mit Paranoia zu tun!!! Die Umwelt bewußt wahrzunehmen bedeutet ja gerade nicht, hinter jeder Ecke den "bösen Feind" zu vermuten...
Hoffentlich war das jetzt sachlich genug, sonst bitte vollständig löschen.
Nachtrag: Nein, ich bin kein Rechts/Verteidigungs/Combat/Kampfsport/oderwasauchimmer-Experte. Nur einer, der seine Erfahrungen gemacht hat. Oder besser, machen musste. Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt. Meine Meinung...

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Montag, 6. Juni 2016, 11:14

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6

Montag, 6. Juni 2016, 11:22

hihihi

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Christian 1984

Naturbursche

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7

Montag, 6. Juni 2016, 13:17

Also wer nicht grob fahrlässig mit den Dingern umgeht, dürfte wohl kaum jemanden schwer verletzen oder das Augenlicht oder Gehör rauben.
Rauben zwar nicht aber man hat einen schönen Tinitus davon was auch schon ne Körperverletzung ist.

Ich bin meinen von diesem Depp auf jeden Fall nicht mehr los geworden :(

dktae

Dosenschießer

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8

Montag, 6. Juni 2016, 15:13

Moinsen Forum,

danke für Eure Antworten bisher - und für die Sachlichkeit.

Ja, in einem anderen Forum hatte ich auch gefragt, und ja, dort habe ich die sehr interessanten ablehnenden Äußerungen betreffend SSW und SV auch hinterfragt, also um belegbare Argumente gebeten - aber da kam nix.

Der Vorhalt, ich hätte das in eine bestimmte Richtung haben wollen, ist insoweit falsch, als ich zwar selbst SSW zur SV (höchst ungern) einsetze, weil es aus bestimmten Gründen notwendig wurde, sich in Deutschland (legal) zu bewaffnen und mir das derbe stinkt, ich jedoch als gelernter, wenn auch beruflich nicht mehr aktiver Journalist schon objektiv zu recherchieren in der Lage bin, um mir ein Bild zu machen über bestimmte Belange. Natürlich lasse ich dabei aber auch eigene Erfahrungen einfliessen, wenngleich diese in diesem speziellen Falle eine bodenlose Dummheit meinerseits darstellen... ;)

Es wäre schön, wenn hier eine nette Diskussion weiter liefe, die durchaus auch kritisch sein kann, aber eben nicht auf purer Meinung, sondern schon auf Belegen fussen sollte, wenn sie denn kritisiert.

Fair wäre natürlich auch, daß die Befürworter der SV mit SSW ebenfalls Belege brächten... ;) :)

Schaun mer mal :thumbsup:

Beste Grüße an alle hier,
d.

dktae

Dosenschießer

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9

Montag, 6. Juni 2016, 15:19

Zu den ungarischen Videos...

Da ich die Sprache ein wenig verstehe (wenngleich die vieeeeeel zu schnell reden ;) ) ist das Ganze auch deshalb interessant, weil die wirklich testen und sich dafür auch echte Gedanken machen, wie was ablaufen soll. Finde ich sehr gut.

Nur: musste der Probant im ersten Video sich unbedingt mit deutschen Jägermeister die Kante geben?

Dafür haben die Ungarn doch viel leckerere Sachen... Barack Pálinka... Egri Bikavér usw. usw. :D

d.


NACHTRAG... auch sehr interessant sind die saftigen ungarischen Kraftausdrücke... :D :thumbsup: *rofl1*

dktae

Dosenschießer

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10

Montag, 6. Juni 2016, 15:39

So, nach Sichtung der Videos wird deutlich, daß es stets sinnvoll ist, einen Angreifer mit mehreren Schüssen Pfeffermunition zu beschiessen, um ihn, wenn auch knapp, so doch zu stoppen.

Und ein gewisses Risiko in Sachen Wind ist auch immer dabei - aber man kann auch vors Haus gehen und ein Kieslaster fährt einen platt...

Die Verwendung von Milch lindert zwar die Beschwerden auf der Haut, aber sie hilft nicht bei Atemproblemen oder Schwierigkeiten beim Sehen, das war jedenfalls bei mir so.

Danke an die Kollegen aus Ungarn, aber auch z.B. an bfgguns, dessen Schusstest in einem Garten deutlich machte, wie weit, egal ob mit Revolver oder Pistole, so eine Reizstoffwolke geht, und daß es eben sinnvoll ist, durchaus ein Magazin / eine Trommel auf den Angreifer zu schiessen.

d.

Grenzmark

unregistriert

11

Dienstag, 7. Juni 2016, 18:14

@EGP: Tut mir leid, das sehe ich nicht so. Diese "Experten" vertreten z.T. hochproblematische Ansichten. Da gibt es einen User, offensichtlich ehemaliger Polizist, der die Ansicht vertritt, dass man nach einer Selbstverteidigungssituation den Vorgang sofort der Polizei melden soll. Aus polizeilicher Sicht verständlich. Vielleicht belastet sich der Meldende ja selbst... Ansonsten gilt: So schnell wie möglich anwaltliche Beratung in Anspruch nehmen. Als Angegriffener selbst Strafanzeige stellen. Niemals unter dem aktuellen Eindruck einer lebensgefährlichen Situation irgendwelche Aussagen machen! Ein anderer User, der noch 2013 SSW's zur Selbstverteidigung für sinnvoll erachtete, postet nun Bilder einer Glock-Pistole nebst 9mm Para-Munition und überschüttet andere User, die über SSW's diskutieren wollen mit Hohn und Spott. Dieses Verhalten möchte ich nicht weiter kommentieren. Ich denke, dass der dort gepflegte Diskussionsstil nicht nur mich verärgert, deshalb hatte ich mich auch hier angemeldet.
Back to topic: Meiner Meinung nach eignen sich hochqualitative Revolver mit einer gemischten Pfeffer/Cs- Ladung, der Piexon-Jet-Protector (nur zur Tierabwehr!!!) oder das Red-Sabre-Gel gleichermaßen gut zur SV. Unterschiedliche Distanzen, mit und ohne "Knalleffekt" und in rechtlich unterschiedlichen Situationen führbar. Im Nachgang zu meinem o. a. Post möchte ich noch ergänzen, dass vor dem Führen eine fundierte Rechtskenntnis erworben werden sollte. Was aber gar nicht geht sind Posts wie: "Isch hab zwa dicke Fäuste und hach den anneren um! " Liest man leider zu oft... Solchen Usern ist halt nicht zu helfen. @Admin: Falls das unsachlich gewesen sein sollte, bitte den Post umgehend löschen.

12

Dienstag, 7. Juni 2016, 18:55

@Grenzmark @EGP
Was in anderen Foren diskutiert wird sollte auch dort bleiben.
Es ist nicht unsere Berufung das zu beurteilen.
Wenn wir hier darüber diskutieren werden wir den Streit nach
hier her tragen. Darauf würde ich gerne verzichten.
Wenn die Regierung das Volk fürchtet, herrscht Freiheit. Wenn das Volk den Staat fürchtet, herrscht Tyrannei.
Thomas Jefferson - der hauptsächliche Verfasser der Unabhängigkeitserklärung

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gubi

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13

Dienstag, 7. Juni 2016, 20:25

Vor ab, mit der Aussage, SSWs seien zur SV gänzlich ungeeignet kann und will
ich nicht mitgehen.

Hallo "dktae"

Ich habe unfreiwillig einen "Selbsttest" erlebt. Im glauben das nur Knallkartuschen
im Magazin steckten hatte ich in einen großen Raum meinem Kumpel die Lautstärke
einer SSW vorführt, geknallt hat's mächtig, aber ehe ich begriff das neben dem
Knall auch noch Gas verteilt wurde, war es auch schon zu spät ... *cry2*
Dieses Erlebnis ist nun schon ca. 25 Jahre her und kann mich sehr gut
daran erinnern. .... Ja, lacht nur ;( Das passiert mir kein zweites Mal.

Fazit für MICH! Für den Angegriffenen ist also eine mit CS Gas oder Pfeffer geladene
SSW unter bestimmten Voraussetzungen sehr wohl eine gute Verteidigung.
Eine "tausendfach" geübte Handhabung und somit die erlangte perfektionierte
und routinierte Beherrschung der SSW setzte ich dafür allerdings zwingend voraus!

Mir fällt es schwer deine aufgezählten Punkte zu beantworten,
dazu fehlt mir die notwendige Glaskugel :P


Die SSW Verweigerer kann ich verstehen! Jedem liegt es nicht sich mit so einem
Ding vertraut zu machen, sich das Teil an die Hose zu hängen oder überhaupt Geld dafür
auszugeben. Zu vielfältig sind die Gründe. Ob Selbstüberschätzung, Überheblichkeit,
Feigheit, Scham oder weiß der Deibel, ist mir persönlich völlig schnurz piepe egal.

Ehrlicherweise muss ich gestehen, mir persönlich wäre es auch peinlich würde man
meine SSW unter dem Hemd erahnen! Von da her führe ich meine SSW nur bei längeren
Autofahren oder ich mit dem Fahrrad Touren unternehme oder bei unklaren Situationen
im dunklen unterwegs sein muss.
Um das Führen in Zahlen auszudrücken, ca. einmal im Monat.

Ich hoffe du bist mit meiner Antwort zufrieden :rolleyes:

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Vogelspinne

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14

Mittwoch, 8. Juni 2016, 01:43

Wenn man mit einer SSW umgehen kann, den Gebrauch im Ernstfall ohne viel Nachdenken durchführen kann, dann ist eine SSW eine legale Verteidigungswaffe, mit der man sich in vielen Situationen wirksam zur Wehr setzen kann und mit der man sich einen Fluchtweg eröffnen kann.

Das Problem mit einer SSW ist, das zwar viele die SSW ziehen können, aber vor dem Abdrücken zurückschrecken, weil sie nie oder nur wenig das Ziehen mit Abdrücken üben. Wenn das nicht ein Bewegungsablauf ist, der durch üben und wiederholen automatisiert worden ist, werden viele daran im Ernstfall scheitern.

Wenn man eine abgeschossene Platzpatronenhülse nimmt und deren Zündhütchen gegen ein Stück Gummi austauscht, hat man eine Dummy-Patrone, mit der man den Ablauf so lange üben kann, bis er automatisiert erfolgt. Im Ernstfall schaltet jeder in den so von mir genannten "Neandertalermodus", wo logisches Denken und Feinmotorik ausgeschaltet ist. Und nur, was da dann automatisiert ist ( Muskelgedächtnis ), wird auch zuverlässig funktionieren.

So ein Training sollte man anfangs täglich machen, wenn es ohne Nachdenken automatisch erfolgt, können die Intervalle zwischen den Trainings auch länger werden. Ich übe es eigentlich heutzutage nur noch alle 1 - 2 Wochen für ein paar Minuten. Eine Ausnahme ist zum Beispiel, wenn ich ein neues Holster benutze, wo ich dann einige Tage wieder täglich je ein paar Minuten übe, bis der geänderte Bewegungsablauf wieder drin ist.

Selbstverständlich muß die SSW mit der Abwehrmunition auch auf einwandfreie Funktion getestet sein, da es sonst eine böse Überraschung im Ernstfall geben könnte.
Ich nehme immer 3 - 5 Patronen aus je einer 10er Packung, lade das Magazin so, wie ich die Pistole ( ja, ich führe eine Pistole ) führen werde und verschieße z.B. an Silvester abseits von Menschen in einer simulierten Abwehrhandlung das gesamte Magazin - funktioniert das ohne jegliche Störung, reinige ich die Pistole, fette sie neu und führe den Rest der Patronen zur SV - gibt auch nur eine Störung, sehe ich nach, bei welchen Stand des Verschusses diese erfolgte und diese 10er Packung fliegt aus geführten Munition raus. Die geführte Pistole ist mit diversen Platzpatronen ein paar Magazinfüllungen lang "eingeschossen", um die grundlegende zuverlässige Funktion zu eruieren.
Alle 2 Wochen wechsle ich das Magazin, um die Magazinfeder zu schonen, bei insgesamt 5 Magazinen. So halten die Magazinfedern praktisch ewig.

Für mich ist die geführte SSW vergleichbar mit dem Sicherheitsgurt im Auto, wo ich mich immer anschnalle, um im Falle eine Unfalls geschützt zu sein. Auch der Sicherheitsgurt hilft nicht bei jeden Unfall, aber bei dem Großteil aller Unfälle schon. Ähnlich sehe ich es mit der SSW.
Und sowohl Sicherheitsgurt als auch SSW haben mich schon schützen müssen und können - ohne eines von beiden halte ich es für sehr fraglich, das ich hier dies schreiben könnte!

Heutzutage würde ich neben einem Weihrauch Revolver höchstens noch die eine oder andere Zoraki empfehlen, wenn sich jemand eine neue SSW zur SV zulegen möchte.
Und falls jemand sich neue Abwehrmunition kauft, weil die alte Munition inzwischen überaltert ist und die neue Munition funktioniert nicht einwandfrei, dann kann man eigentlich immer wieder zur alten Munition zurückgreifen und diese verwenden, bis eine neue zuverlässige Munition vorhanden und getestet ist. Gerade die Abwehrmunition mit Plastikkappe lässt sich viele Jahre über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus zuverlässig gebrauchen!

Ich kenne abgesehen von mir selber mehrere Personen, die sich erfolgreich mit einer SSW zur Wehr gesetzt haben. Und ich kenne nicht einen einzigen Fall, wo das total in die Hose gegangen ist! Da hat niemand, wenn die SSW plötzlich gezogen und mehrfach abgefeuert wird, noch ein Schußwaffe oder oder Messer oder sonst was gezogen! Im Gegenteil wurden Schlagstöcke und Messer fallen gelassen und wer noch konnte, hat das Weite gesucht!

Wer grundsätzlich mit offenen Augen unterwegs ist, Gefahrensstellen meidet, kommt wahrscheinlich nie in die Verlegenheit sich selbst verteidigen zu müssen, aber wenn doch, dann sollte man gerüstet sein.
Und wer eine Schußwaffe, aus welchen Gründen auch immer, nicht ständig führen möchte, der sollte doch wenigstens ein Pfefferspray dabei haben - und natürlich auch damit geübt haben ( da gehen dann eben ein paar Sprays dabei drauf, aber es hilft enorm ).
Zitat: Ein Staat ist nur so frei wie sein Waffengesetz! ( Gustav Heinemann, Alt-Bundespräsident )

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Grenzmark

unregistriert

15

Mittwoch, 8. Juni 2016, 03:13

@Vogelspinne: Danke für diesen Post, dem ich absolut zustimme. Auch das mit der Magazinfeder ist ein Punkt, den man nicht oft genug wiederholen kann. Seit es die neue Walther-Pfefferpatronen gibt, führe ich wieder Revolver. (In der Zwischenzeit -verklemmte Trommel durch ausgestülpte Zündhütchen- habe auch ich auf eine Pistole zurückgegriffen. Aber ein Restmißtrauen bezüglich der Funktionssicherheit steckte immer mit im Holster...) Und: Ohne Training nutzt die beste SSW nix. Das gilt für "langjährig Führende" genauso wie für Anfänger! :dankeschön:

gvass

Hobbyschütze

Beiträge: 83

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16

Mittwoch, 8. Juni 2016, 07:37

Zu den ungarischen Videos...

Da ich die Sprache ein wenig verstehe (wenngleich die vieeeeeel zu schnell reden ;) ) ist das Ganze auch deshalb interessant, weil die wirklich testen und sich dafür auch echte Gedanken machen, wie was ablaufen soll. Finde ich sehr gut.

Nur: musste der Probant im ersten Video sich unbedingt mit deutschen Jägermeister die Kante geben?

Dafür haben die Ungarn doch viel leckerere Sachen... Barack Pálinka... Egri Bikavér usw. usw. :D

d.


NACHTRAG... auch sehr interessant sind die saftigen ungarischen Kraftausdrücke... :D :thumbsup: *rofl1*

Jagermeister and Bier: we intended not totally intoxicate the suspect, just getting mildly under alcoholic influence.

In case of our excellent 50-60 V/V% Palinkas he wouldn't even run against me:-)


"Da ich die Sprache ein wenig verstehe (wenngleich die vieeeeeel zu schnell reden ;) )"


You can find these videos with more detailed Hungarian text/description here:

http://www.kaliberinfo.hu/fegyvervideok/human-teszt

17

Mittwoch, 8. Juni 2016, 10:42

hihihi

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gubi

Hobbyschütze

Beiträge: 141

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18

Mittwoch, 8. Juni 2016, 18:41

Das Buch "Selbstverteidigung mit Gas- und Schreckschusswaffen - Kaufberatung, Handhabung, Training"
von
Christian Zylla ist empfehlenswert und sollte sich jeder der sich eine SSW zum Führen zulegen möchte
unbedingt besorgen! Das Buch habe ich mir, noch vor meinem Entschluss den KWS zu beantragen, gekauft.
Der Inhalt ist sehr übersichtlich, die Handhabung sowie Vor- und Nachteile von SSW gut erklärt auch die SV an
beispielhaften Schilderungen fehlen nicht.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »gubi« (8. Juni 2016, 20:14)


dktae

Dosenschießer

  • »dktae« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 30

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19

Mittwoch, 8. Juni 2016, 22:43

Moinsen Forum,

vielen Dank an Euch alle für Eure reichhaltigen und auch nachdenklichen, teils kritischen Antworten, die ich mir sehr gründlich durchgelesen habe.

Waffen faszinieren mich... technisch.

Geschossen aber habe ich nie gern, auch beim Bund war ich Durchschnitt, für Sonderurlaub hats nur ein-zweimal gereicht.

Und glücklich darüber, eine SSW zu führen, also den Klumpen am Mann zu haben, sei es im Schulterholster (noch am ehesten), oder am Gurt, oder in der Bauchtasche oder in der Umhängetasche (beide speziell jeweils mit Waffenfach), bin ich schon gleich gar nicht, weil es mich einfach nur derbe ankotzt, mich bewaffnen zu müssen. Und ja, leider "müssen"... und nen KWS habe ich natürlich auch.

Zu Revolvern: ich lehne sie ab. Und zwar wegen ihrer geringen Munitionskapazität und eben der Tatsache, daß man sie aufgrund der kurzen 9mmR-Hülsen nicht mittels Speedloader nachladen kann. Ich habe nur Pistolen, und alle nur mit großer Magazinkapazität, frei Schnauze nach dem Motto, daß viel auch viel hilft... ;)

@Gabor Vass:

Thank you for your lines, and I am very sorry, that I answer in English, de én már régóta nem beszéltem vagy irogattam magyarúl, sajnos ezért nagyon kevés a gyakorlatom. A magyar nyelvet idegen nyelvként tanultam meg it Németországba... de sajnos nincs senki it a környéken, akivel tudék magyarúl beszélni és irogatni.

It is easier for me writing in English, because in this language I communicate nearly every day...

Thanks really to you and your mates for those fine videos, and for the effort to realize them - special thanks also to the "victims" ;)

And yes... for your needs in the video it was a good idea feeding the victom just with beer and Jägermeister - Palinka would had caused to much problems really... :D *rofl1*

Grüße / Greetings
d.

pepmodi

Hobbyschütze

Beiträge: 159

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20

Donnerstag, 9. Juni 2016, 08:48

Zu Revolvern: ich lehne sie ab. Und zwar wegen ihrer geringen Munitionskapazität und eben der Tatsache, daß man sie aufgrund der kurzen 9mmR-Hülsen nicht mittels Speedloader nachladen kann. Ich habe nur Pistolen, und alle nur mit großer Magazinkapazität, frei Schnauze nach dem Motto, daß viel auch viel hilft... ;)
Trotz der bekannten Vorteile von Revolvern spricht aus meiner Sicht zusaetzlich dagegen, dass die meisten Modelle schwerer als Pistolen und nur schlecht und unbequem verdeckt zu fuehren sind.

Fuer 5-schuessige Revolver (z. B. ERMA EGR 66) gibt es extra fuer die Kartuschen 9 x 17 mm R entwickelte einwandfrei funktionierende Speedloader. Wurden von Longwitz entwickelt und ueber
Melcher und Frankonia vertrieben. Sind leider aktuell nicht mehr auf dem Markt und selten zu bekommen.

Fuer 6-schuesige Revolver (Format S+W K/L) gibt es verschiedene mit Kartuschen 9 x 17 mm R funktionierende Moeglichkeiten.
Bianchi-Ladestrips: platzsparend, einfach und schnell.
Dann gibt es Laderinge mit denen 6 Kartuschen auf 1 x nachgeladen werden.
Ausserdem Duel Duty - Grips. Das sind Griffe fuer den K/L square butt - Rahmen, passen auch fuer round butt. Die Masse sind gleich wie die der serienmaessigen S+W-K/L-Griffe sq.b..
Die Duel - Grips haben unten eine federnde Klappe und dahinter 6 fuer Kal. .357 passende Aussparungen. Die Kartuschen fallen nach dem Oeffnen der Klappe in die Hand. Das ist keine Ladehilfe, aber eine Trommelladung kann platzsparend und einfach mitgefuehrt werden.

Sorry, Bildbearbeitung ist nicht meine Staerke.

Gruss
pepmodi
»pepmodi« hat folgende Bilder angehängt:
  • Duel Duty Grips SuW-K-L,IMG_00019.JPG
  • Bianchi-Strips-b_2.jpg
  • Speedloader, 6-schuessig, IMG00056.JPG

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