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toolmaker

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Dienstag, 26. Februar 2019, 14:34

Kontrolle durch Waffenbehörde

Moin Männers,
in unserem Forum hier tummeln sich ja bekanntlich user, die den Thema Waffen tendenziell eher zugetan sind. Soweit ich mich erinnere sind darunter auch einige, die erlaubnispflichtige Waffen besitzen und entsprechend sportlich oder ggf. auch jagdlich nutzen.
Zu dieser Gruppe zähle auch ich. Ich bin in über zwei Vereine in zwei Verbänden organisiert und schieße KK-SpoPi, hauptsächlich aber GK. Letzteres auf Niveau „Rundenkämpfe“ bzw. auch auf Landesebene. (Was beim BDS bekanntlich keine Kunst ist!)
Langwaffen habe ich nur mit „F“ drauf; das reicht mir auch. Meine erlaubnispflichtigen Sportgeräte sind höchst legal, meine Aufbewahrung gesetzeskonform, meine Schießaktivitäten lückenlos nachweisbar und in mehr als ausreichendem Umfang gegeben.

Aber ihr kennt sicher das Gefühl, stocknüchtern mit einem frisch getüvten Auto in eine Polizeikontrolle zu geraten. Alle Papiere dabei und auch nicht zu schnell gefahren … und trotzdem hat man so ein mulmiges Gefühl.
So geht`s mir irgendwie seit Monaten mit meinen Waffen … und täglich rechne ich mit einer (ersten) Kontrolle durch die entsprechende Behörde. Dazu kommt, dass sich in meinem (quasi) Hauptverein – dort war ich im vergangenen Jahr Waffenwart und bin seit ein paar Tagen Sportwart – die Horrorgeschichten häufen: Es werden seitens der Behörde Bedürfnisse geprüft und teilweise in Frage gestellt. Es erfolgen Kontrollen der Aufbewahrung etc. (Einem Kameraden wurde der Besitz von erlaubnispflichtigen Waffen untersagt; allerdings hat er auch sträflich gegen Aufbewahrungsvorschriften verstoßen – also selbst Schuld!)
Hier also zu meiner Frage: Wer von Euch hat schon mal eine solche Kontrolle erlebt? Wie ist es bei Euch gelaufen?

Ich hab bzgl. erlaubnispflichtiger Waffen rein garnix vor der Behörde zu verbergen! Aber …so`n bisschen mulmig ist mir trotzdem! (vgl. o.g. Verkehrskontrolle)
Freue mich auf Antworten!
Tool.
Nur DER Mensch zeigt wahre Größe, der weder den Wurm zertreten, noch vor dem Herrscher kriechen muss.

"Der Herr der Eisen wachsen ließ, der wollte keine Knechte!" (Zitat MP40/Manni, August 2014)

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454/B36 (26.02.2019)

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Dienstag, 26. Februar 2019, 15:20

Ich wohne in Niedersachsen in einer eher ländlich geprägten Gegend,
mit sehr vielen kleinen Dörfern und vielen Jägern und Sportschützen.

Die für unser Gebiet zuständige Waffenbehörde hat gerade mal zwei
Sachbearbeiter, die für ca. 150.000 Einwohner zuständig sind.
Es gibt etliche Haushalte in denen erlaubnispflichtige Waffen vorhanden
sind. Das kann hier noch Jahre dauern, bis die ersten Kontrollen durch-
geführt werden. Ich kennen niemanden von meinen Schützenkameraden
der seit der Gesetzesnovellierung Besuch bekommen hat.
"Black is beautiful!"

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toolmaker (26.02.2019)

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Dienstag, 26. Februar 2019, 18:54

Tja...ich denke, ganz im Norden und ganz im Süden unserer Republik ist die Welt diesbezüglich noch in Ordnung. Dazwischen ist alles möglich ...
Bei uns wurden - so sagt man - Ruheständler reaktiviert, um die Menge der Kontrollen überhaupt bewältigen zu können. So sieht das hier aus!

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich bin nicht grundsätzlich gegen eine solche Kontrolle! Ich möchte nicht, dass sich jeder daher gelaufene Halbidiot eine scharfe Waffe besorgen kann !!! Um das zu vermeiden, müssen Kontrollen sein! Ganz klar! Und deshalb bin auch ich bereit, eine solche Kontrolle über mich ergehen zu lassen!

Kleines Beispiel aus der Tagespresse: Vor wenigen Tagen standen in meiner Landeshauptstadt zwei Autos an der Ampel nebeneinander ...plötzlich geht an einem Wagen die Scheibe runter und so' n Vollhonk hält 'ne Waffe raus - zielt auf's Nachbarauto. Die Insassen dort zögern nicht lange und tun das gleiche! Der feine Unterschied: Im Wagen Nr.1 waren ein paar Jugendliche (...oder junge Erwachsene oder so), im Wagen Nr.2 waren Zivilpolizisten! (...was hab' ich gelacht!!!)
Das nennt man gemäß Darvin "natürliche Auslese".

Anarchie (...per Definition eine Form des Zusammenlebens, die auf der Einsicht des Einzelnen beruht) funktioniert hier nicht, da mindestens zwei Drittel der Weltbevölkerung eh Idioten sind!

Also müssen die Vernünftigen eben die Doofen kontrollieren - und das durchaus im doppelten Wortsinn!

Tool.
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Dienstag, 26. Februar 2019, 19:05

By the way ...einige (nicht alle!!!) der kontrollierten Vereinskameraden hatten den KWS beantragt und natürlich auch erhalten! Meint ihr, das könnte ein Kriterium sein?
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Dienstag, 26. Februar 2019, 22:01

Könnte schon sein , ich stelle mir das so vor , das Hauptsächlich da kontrolliert wird wo irgendwas vorgefallen , wenn auch nur vom hören/sagen ist . Oder die Behörde irgendwelche Anzahlen von Kontrolle erreichen müssen , oder wie du gerade fragst , wenn jemand von unten nach oben gespült wurde , weil er einen KWS beantragt hat .

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toolmaker (05.03.2019)

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Dienstag, 5. März 2019, 14:03

Was meint Ihr was passiert, wenn ich die Waffenbehörde um eine Kontrolle bitte? :whistling:
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Dienstag, 5. März 2019, 18:39

Ich glaube die denken dann , bei dem stimmt was nicht :wacko: nach der Kontrolle stehst du dann unter besondere Beobachtung , kann ich mir jedenfalls denken . Ob es dann so ist ?

Butt

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8

Dienstag, 5. März 2019, 18:55

Kontrollen egal welcher Art sind immer lästig.

Ob sie was bringen sei mal dahingestellt.

Aus lauter langer Weile werden sie auch nicht gemacht.
Suche Kornschutz für altes HW35 und Illex Wobbler :angeln2:


Gruß Maik

Das Recht auf Waffen *trapper1*

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Freitag, 15. März 2019, 17:54

Soo, es war dann mal soweit! Im Rahmen einer Regelüberprüfung binnen drei Jahren nach Erteilung einer ersten waffenrechtlichen Erlaubnis (...hier: WBK für Sportschützen GK) erhielt ich ein freundliches Schreiben von der zuständigen Behörde. Man bat mich, mein Bedürfnis bzw. dessen Bestehen nachzuweisen.
Meine "Strategie": Ich schmeisse die zu, mit allem, was ich habe ...d.h. alle Schießbücher seit Beginn meiner Aufzeichnungen, die Ergebnisse aller (!!!) Wettkämpfe, Bescheinigung aus zwei Vereinen nebst Bescheinigungen von zwei Verbänden ...für alle Fälle hatte ich die Schießkladde aus meinem Hauptverein. Dazu eine zweiseitige Erklärung, was ich schießsportlich so mache ...
Der Vorstand meines Hauptvereins hat mir von besagter Taktik abgeraten ...mit der Argumentation: Klare Forderung - klare Antwort deinerseits.
Bedeutet en Detail: Bescheinigung vom Hauptverein (...und die war juristisch gesehen klar formuliert!) reicht.

Gesagt ...getan!

Die Antwort vom Amt nach persönlicher Vorsprache: " Alles klar, Herr Tool! Vielen Dank!*

SAUBER! So soll das sein!
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Rumms (15.03.2019), 454/B36 (17.03.2019)

10

Freitag, 15. März 2019, 18:42

Dein recht positives Erlebnis ist aber auch der Unkompliziertheit, der für Dich
zuständigen Waffenbehörde bzw. des Sachbearbeiters geschuldet.
Anscheinend funktioniert der "Schaltschrank" auf deren Schultern noch. :D


Es ist nämlich bei Behörden keine Seltenheit, daß alles verkompliziert wird
und egal was man für Nachweise bringt, es niemals ausreicht.


Ein befreundeter Sicherheitsunternehmer mußte einen neuen Waffenschein
beantragen. Was ja nach entsprechend vielen Verlängerungen auch normal
ist. Bei der Beantragung des neuen Waffenscheins, mußte er auch angeben
ob er auch tatsächlich bewaffnete Aufträge ausführt und entsprechende
Nachweise bringen.
Daraufhin hat er Verträge diverser Kunden bei der zuständigen Waffenbe-
hörde vorgelegt. Das hat denen nicht gereicht. Darunter war sogar ein Kunde
für den es eine Gefährdungsanalyse des zuständigen LKAs gab.
Es ging sogar soweit, daß man angezweifelt hat, ob für einige Aufträge über-
haupt das Führen einer Waffe notwendig wäre (bewaffenter Objektschutz und
Personenschutz).
Zuerst wurde ihm die Neuerteilung verwehrt und ihm wurde ein "Wisch" von
der Waffenbehörde zugestellt, in dem man ihn angeboten hatte seine Waffen
auf eine WBK umtragen lassen zu können und mit einer ergänzenden Be-
scheinigung, mit der er und seine Mitarbeiter dann die Waffen im Rahmen des
Objektschutzes und den dafür vorgesehenen Hausrechtsbereich führen dürfe.
Den bewaffneten Personenschutz stellte man in Frage.
Und das wo eine der Schutzpersonen extrem gefährdet war und es in diesem
Zusammenhang vor Jahren sogar mal zu einem Schusswechsel zwischen der
Polizei und Kriminellen gekommen ist, bei dem ein Polizeivollzugsbeamter ge-
töte wurde.
Die Neuerteilung erfolgte erst, nachdem er einen Anwalt eingeschaltet und es
zu einem ewig langen Schriftwechsel zwischen dem Advokaten und der Behörde
gekommen ist. Anders wäre man diesem kaum zu glaubenden Schwachsinn,
aber wohl nicht beigekommen.

In den Waffenbehörden sitzen zum größten Teil irgendwelche Verwaltungsfach-
angestellte, die vorher nie in Berührung mit Waffen gekommen sind.
Vorher haben die sonstwas bearbeitet und haben sich dann auf eine freie Stelle
beworben, auf der sie dann ein bisschen Gott spielen dürfen.


"Black is beautiful!"

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Rumms« (15. März 2019, 22:50)


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PR90 (15.03.2019), NC9210 (15.03.2019), 454/B36 (17.03.2019)