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Naturbursche

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1

Dienstag, 8. März 2016, 14:27

Benötige Hilfe zur Bestimmung eines Vorderladers.

Hallo,
durch einemn Sterbefall bin ich an einen Vorderlader gekommen.
So ein Teil ist mir unbekannt und ich weiß nicht genau wie es fuktioniert.
Ich vermute der Besitz ist erlaubnisfrei.
Auf dem Vorderlader ist keine Beschriftung oder Kennzeichnung zu sehen.

Vielleicht kann mir jemand aus dem Forum was zu Alter und Hersteller der Waffe nennen.
Mein Danke im voraus.

Gruß Willi

Hier ein paar Bilder:
»travel« hat folgende Bilder angehängt:
  • v1.JPG
  • v2.JPG
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  • v4.JPG
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  • v7.JPG
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  • v9.JPG
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cz75

Moderator

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2

Dienstag, 8. März 2016, 14:36

Bist du sicher das es sich hier um einen schußfähigen Vorderlader handelt?

Auf mich wirkt das wie ein Italien-Mitbringesl aus den 70ern.

Fehlende Beschußzeichen würden das imho bestätigen.

LG cz75
Es ist wichtiger, wie du mit deiner Zeit umgehst als mit deinem Geld. Fehler in Sachen Geld kann man berichtigen, aber die Zeit ist für immer vertan.

9mmP.A.Knalltüte

unregistriert

3

Dienstag, 8. März 2016, 14:47

Also vom Aussehen her könnte das eine Kentucky Rifle sein von 1700 bis 1900.
Allerdings wirkt das Schloss etwas unpassend.
Wenn ich mir da so die Nachbauten von Ardesa und Co ansehe ...
Die anderen Teile wirken auch künstlich gealtert.
Zudem fällt mir auch der grobe Abzugsbügel auf.
Sieht aus als seien da sogar Reste vom Druckgussverfahren zu erkennen ...
Hab die mal auf dein Foto rot eingerahmt:




Hier mal das Original von einer 1840er:


Quelle: aspenshadeltd.com

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »9mmP.A.Knalltüte« (8. März 2016, 14:59)


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Naturbursche

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4

Dienstag, 8. März 2016, 15:06

Erst mal Danke für die schnellen Antworten.

@cz75
schussfähig ist der nicht.
In Bild 7 erkennst Du eine Schraube im Lauf die aber nicht original aussieht >Bild 10.

Wie ist denn die Funktion damit der zündet ?

Das Gewehr fühlt sich leicht an und das Holz nicht so hart wie ich es erwartet hätte.

9mmP.A.Knalltüte

unregistriert

5

Dienstag, 8. März 2016, 15:20

Also das Original wiegt je nach Ausführung wohl so um die 3,5Kg bis 4,5Kg.

Hier mal noch der engl Wikieintrag zu dem Teil:
https://en.wikipedia.org/wiki/Long_rifle

Ist der Lauf von deinem Fundstück gezogen?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »9mmP.A.Knalltüte« (8. März 2016, 15:27)


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6

Dienstag, 8. März 2016, 16:34

Zum Lauf kann ich nur sagen das ist ein Sechskant mit der Schlüsselweite 21 mm.
Das Runde Endstück vom Lauf scheint nur eine Scheibe von 10mm Dicke zu sein und
das Loch hat einen Durchmesser von 8,5mm.

Der Abschusshammer rastet in halber und ganz aufgezogener Stellung.
Mir ist aber nicht klar wie der zündet.

Ich vermute das der Moderator Recht hat.

9mmP.A.Knalltüte

unregistriert

7

Dienstag, 8. März 2016, 17:16

Naja, die Züge des Innenlaufs sollte man bei gut erhaltenen Originalen eigentlich gut sehen.



Quelle: antiquearmsinc.com


Ich stimme da cz75 auch zu.
Da sind mir zu viele Ungereimtheiten.
Gerade der fast schon klobige Abzugsbügel sieht mir, wie schon geschrieben, zu sehr nach billigen Druckguss aus ... :huh:

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8

Dienstag, 8. März 2016, 17:30

so sieht es bei meinem Lauf nicht aus.
Die Bohrung ist glatt und das Laufende scheint eine Schraubenmutter ohne Gewinde.
»travel« hat folgendes Bild angehängt:
  • v7.JPG

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9

Dienstag, 8. März 2016, 18:44

Nochmals Danke,
nach dem Hinweis zum Lauf von 'Knalltüte' ist es auch mir klar das es ein Italien-Souvenir ist.
Das hätte mir beim fotografieren vom Laufende auffallen müssen.

Habe auch noch ein Bajonet von Mauser mit Stempel
>> WAFFENFABRIK MAUSER A.G. OBERNDORF a.N. <<
Es ist nicht scharf und sieht für das Alter fast zu gut aus und scheint kein Fake zu sein.
Google nach ist es ein 98/05.

Gruß W.

9mmP.A.Knalltüte

unregistriert

10

Dienstag, 8. März 2016, 20:44

Kein Ding,
ich kenn die Teile auch nur weil ich mich n bissl mit dem Unabhängigkeitskrieg der USA beschäftigt hatte.
Die wurden von den ersten US-Heckenschützen bevorzugt eingesetzt.
Durch den gezogenen Lauf hatten die Kentuckys halt einen guten Vorteil gegenüber den Standartgewehren der Brieten die nur glatte Läufe hatten.