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Cannyblue

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Montag, 22. Februar 2016, 15:30

Onkel Canny´s Bastelstunde: Galvanische Beschichtungen von SSW und SSW Teilen.

Teil 1

Wie die Überschrift schon sagt, geht es heute m Galvanische Beschichtungen von SSW und SSW Teilen und möchte euch daher meine Erfahrungen Mitteilen.

Zunächst einmal hatte ich als Leie damit Angefangen und war etwas verunsichert als ich in Diversen Foren hörte das man Zinkguss Waffen nicht so einfach Galvanisch Beschichten könnte und das nur mit Cyanid Haltigen Elektrolyten geht.

Dieser Aberglaube ist allerdings Falsch, mitlerweile Arbeiten viele Galvanik Betriebe mit Cyanid Freien Elektrolyten was den Umweltschutz Dient und kosten der Entsorgung wesentlich einfacher und günstiger sind.


Am Anfang besorgte ich mir ein Tampon Gerät von der Firma Bretzmann Galvanik um erste Testversuche zu machen,
http://real-gold.de/index.php/de/shop/mo…g-system-detail

Ebenso besog ich Galvanik Produkte noch von Tifo
http://www.tifoo.de/


Als vorbereitung müssen die Sachen von ihrer beize befreit werden, dazu benutze ich nach Unzähligen Produkten einen Alkalischen Reiniger für die Galvanik und später einen Aluminium Reiniger, damit ging ein Großteil der alten Beize runter.

So konnte ich zunächst die Trommel mit Alkalischenkupfer verkupfern.


Nachteil war immer, das ich jedes mal Nachpolieren müßte aufgrund der oxidschichten die sich nach dem Galvanisieren Bilden zu entfernen, eine Chemische Lösung hatte ich bisher nichts gefunden.

Bei Komplexen Teilen wird es mit dem Polierverfahren Quasi unmöglich erfolgreich weiter zu Beschichten.

Als nächste brachte ich dann Eine Nickel Schicht auf, diese war jedoch nicht sehr einfach Aufzutragen, da Nickel keine vernümpftige Streung Aufweißt und auch auf Temperaturen geachtet werden muß, sonst Scheidet sich nichts ab.



Palladium dagegen Streut besser und scheidet sich besser ab, ist aber dafür Teuer im vergleich zum Nickel Elektrolyte.



Das Ergebniss ist Deutlich besser, aber die Fehlende Oxid Entfernungen lassen die Beschichtung er mäßig wirken.


Immer wieder Stosse ich auf das Problem der zwischenreinigung und Oxid entfernungen, für die es zwar Galvanische Mittel gibt, aber diese ebenso wenig gut Funktionieren, außer bei glatten Oberflächen, bei verwinckelten Ecke wie bei einer SSW ist die Tampon verfahren mit Reinigung ungeeignet.

Was ich mir durch Lesen konnte, war das man zwischenreinung mit Salz oder Schwefel Säure machen kann, die 5% Salzäure ließ jedoch die Oberfläche Schnell Sehr zerstören.

Da im Kupfersulfat Schwefelsäure enthalten ist, schätze ich das diese in geringer Konzentration gehen dürfte, kam aber bisher nicht zum Ausprobieren.

Auch Galvanische und ververkäufliche Chrom oder Schwarz Chrom Elektroyte waren eher ungenügend gewesen, es scheidete sich Trotz der richtigen Spannung und Wärme nur mäßig ab, das Ergebnis war eine Griff ins Klo.

Aber vielleicht habe ich nur etwas Falsch gemacht?

Später mehr im Teil 2
MFG
Canny
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Montag, 22. Februar 2016, 17:39

Teil 2
Das Tampon verfahren ist daher nur bedingt geeignet für SSW, für bereits vernickelte Waffen erzielt man jedoch recht gute Ergebnisse, dazu muß die Nickel Oberfläche auf Hochglanz Poliert werden und Anschließend gereinigt und entfettet werden.

Danach das Wunsch Elektrolyte Auftragen.

Hier im Diesemfall wurde ein Echt Gold Elektrolyte mit 24KT benutzt.





Das Ergniss war im Falle einer bereits vernickelten Waffe mit Tampon verfahren und Goldelektrolyte schon fast Perfekt.


Aber Genrell ist die Reinung der Teile das A und O und das möglichst ohne Polieren sondern auf Chemische wege, dafür gibt es Galvanik Salze, die aber wiederrum nur mäßig die Polierpaste aus kleinen Ritzen entfernen kann.

Besser geeignet ist das Tauchverfahren in der Galvanik um SSW und SSW Teile zu Beschichten.



PS: Der Aluminium Activator von Tifoo Funktionierte leider auch nicht richtig mit Alu Teilen, allerdings könnte es an der zusammensetzung des Aluminiums auch Liegen, den bei manchen AL Varianten Funktioniert es nicht.

Werde später mal einen kleinen Leitfaden zum Tampon Galvanik und den Elektrolyten machen.

MFG
Canny
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Montag, 22. Februar 2016, 18:02

Über das Beschichten von Waffen kann man gar nicht genug lesen, Erfahrung sammeln und experimentieren! Interessante Info`s Canny :thumbup:

Ich arbeite nach wie vor gerne mit dem Hand-Galvanisiergerät! Dauert lange, macht viel Arbeit (Zwischenpolieren) ...... aber es macht wahnsinnig viel Freude, vor Allem jedesmal wenn man das Endprodukt in die Hand nimmt und betrachtet:

Link zu Handgalvanisieren

Viele Grüße
Alfred

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Montag, 22. Februar 2016, 18:23

Das Tampon Gerät von Bretzmann ist da etwas Profihafter als deins, aber das Prinzip ist das selbe.

Ist auch nur ein Handgalvanisierungsgerät.

MFG
Canny


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Montag, 22. Februar 2016, 21:58

Das Grundsätzliche

- Die Oberfläche muß Poliert und Frei von Beize oder Poliermitteln sein.
- Die Oberfläche muß frei von Staub, Fett oder Ölen sein, daher muß die Oberfläche Entfettet sein
Dazu am Besten den Reinigungscleaner verwenden!

- destilliertes Wasser immer wieder zum zwischen Spühlen verwenden
- wenn man Chrom entfernen möchte, dann den Chromentferner benutzen und danach mit dem Nickel Activator die Nickelschicht Aktivieren um Später vergolden zu können.

- immer darauf achten das die Tampons des Tampon Galvanisierungsgerätes intakt sind, wegen Kratzern und der gleichen.

- Kupfer bei 0-6 Volt max und auf max 35 Crad bringen, Anode Edelstahl/kupfer
- Nickel etwa 4-6 Volt Temperatur 45 Crad, Edelstahl oder Reine Nickel Anode
- Palladium ab 3-9 Volt Erwärmen auf ca 30 Crad, Platin, Edelstahl oder Kohle Anode
- Rhodium bis 6 Volt Erwärmen auf 35 Crad, Platin oder Kohle Anode
- Chrom bis 7 Volt auf ca 50 Crad Erwärmen, Kohle oder Edelstahlanode
- Gold 3-4 Volt auf ca 14-25 Crad Erwärmen, Platin, Edelstahl oder Kohle Anode

So erstmal die Theorie,

Mein Galvaniker meinte nur zu mir, das die gar nichts Großartig Polieren, Polieren per Hand Stellt immer eine verschlechterung der Oberfläche da, nur Chemisch sollte es sein, was er genau verwendet sagt er nicht.....

Auch im Internet oder google ist nur sehr wenig darüber zu finden, vielleicht führt jemand meine Arbeit mal fort und findet Lösungen für das Probleme der Oxidschichten der Einzelnen Elektrolyte ohne Handpolieren, ist auch Plausibel da man einfach nicht in alle Winkel und Ecken zum Polieren kommt.

Hoffe der ein oder andere kann was damit Anfangen. :daumendrück:

MFG
Canny


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