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sternburch

Outdoorfreak

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Dienstag, 3. Juni 2014, 15:57

Airstrike Vorkomprimierer Luftgewehr 4,5mm

Hallo,
hier mein Test des Airstrike Vorkomprimierer Luftgewehres im Kaliber 4,5mm in der *fzeichen* Ausführung.
Die hier vorgestellte Waffe verfügt über einen ASG Schalldämpfer.

Die Waffe kam ordentlich verpackt, ohne jede Beschädigung.

Nach dem auspacken: Ja, das fühlt sich nach Gewehr an. Ich hatte die Befürchtung, die Airstrike könnte sich ähnlich "spielzeugartig" wie z.B. meine Crosman 1077 anfühlen.
Dem ist aber absolut nicht so!
Nichts klappert oder schlabbert an dem Gewehr.

Optik:
Zuersteimal fällt sofort die absolut einwandfreie Brünierung is Auge! Hochglanz in sehr sauberer Ausführung.
Der Schaft sieht ebenfalls nicht nach Spielzeug aus.
Ein leichter Versatz des Vorderschaftes ist zu erkennen. Aber in dieser Preiklasse wäre es müßig über einen solch marginalen "Fehler" auch nur ansatzweise zu diskutieren.
Ansonsten liegt das Gewehr prima im Anschlag, der Schaft ist griffig.
Aufgrund des geringen Gewichtes, ist das gute Stück sehr führig. Ich würde dies mit einem Haenel 49a/310 am ehesten vergleichen wollen.

Für die meisten Interessenten ist sicher das "aufpumpen" von Interesse.
Mein Airstrike ist mit drei Pumphüben voll, das Ventil bläst am Ende etwas ab.
Der erste Hub ist sehr, sehr leicht. Der zweite Hub in etwa mit einer Weihrauch HW40 vergleichbar. Beim dritten Hub braucht es schon etwas Kraft, ich komme prima damit zurecht.
Das bestücken der Ladeöffnung ist mit großen Fingern etwas fummelig, mit einiger Übung sollte es aber klappen. Mit meiner HW40 hatte ich anfangs auch so meine Schwierigkeiten.

Visierung:
Das Gewehr ist mit einer Kunststoff-Fiber-Optik-Visierung ausgestattet. Korn rot, der Kimmenausschnitt links und rechts mit einem grünen Leuchtpunkt. Die Visierung ist auch im halbdunklen noch einwandfrei zu erkennen.
Ich bin kein Fan davon, ich schleiche nicht im halbdustern durch die Büsche. Hier wäre mein Wunsch, eine ganz normale Visierung. Ich komme damit viel besser zurecht.
Meine Waffe war interessanterweise schon Spiegel aufsitzend eingeschossen - Danke nach China *huhu1*
Die Kimme ist in der Höhe und seitlich leicht einstellbar. Diese wirkt etwas labil - auch hier bitte ganz klar den Einstandspreis im Hinterkopf behalten!
Ein ZF zu montieren halte ich für sinnvoll. Die Schiene ist zwar im Kunststoff-Systemkasten integriert und wirk stabil.

Der Abzug:
Geht leicht, auch wenn es natürlich kein Matchabzug ist - absolut akzeptabel. Ich hatte da schlimmes befürchtet, auch dies ist nicht der Fall.
Leider lässt sich bei mir kein wirklicher Druckpunkt ausmachen. Hier heisst es üben, da gewöhnt man sich dran.
Auch dies geht für mich in Ordnung.

Der Schalldämpfer:
Die Waffe an sich ist recht leise.
Nach Montage des Schalldämpfers ist das Schußgeräusch mit dem zuklappen eines großen Buches zu vergleichen.
Meine HW100 ist trotzdem leiser - dies sind meine Empfindungen, ein Meßgerät habe ich nicht.

Interessant für Wohnungsschützen:
Auf kurze Distanz reichen locker zwei Pumphübe! Das Gewehr ist dann wirklich so leise, man hört nur das Ventil klacken.
Der Aufschlag im Kugelfang ist bedeutend lauter als das Gewehr an sich!

Leistung:
Die erste Stufe habe ich nicht probiert. Mit zwei Pumphüben würde ich sie mit meiner HW40 vergleichen wollen.
In der dritten Stufe dürften die 7,5J erreicht werden.
Eine Chronymessung reiche ich noch nach.

Präzision:
Reiche ich noch nach, muß ich in Ruhe machen.

Natürlich muß ich doch an dem "billigen Schießstock" auch was zu meckern finden:
Der Pumpmechanik wirkte trotz guter Ölung recht knarzig und ruppig, der Ladefinger für den Diabolo irgendwie stumpf.
Also wurde das Gewehr komplett in alle Einzelteile zerlegt. Nein Quatsch ;)
Den Ladefinger und deren Dichtung hab ich mit paar Tropfen Silikonöl eingesprüht - und siehe da butterweich! Das war einfach zu trocken.
Die Hebelmechanik und auch die Hülse von innen habe ich mit etwas Feinwerkbaufett ^#^, mit einem Wattestäbchen dünn komplett bis zum Ventil eingefettet.
Und siehe da, butterweich lässt sie sich spannen :thumbsup:


Mein Fazit:
Wer vor dem "aufpumpen" keine Angst hat, komischerweise wird dies oft als üble Tätigkeit dargestellt, bekommt für sein Geld ein wirklich tolles Luftgewehr! Sicher nicht für´s stundenlange Plinking geeignet. Wer aber mal in aller Ruhe ein Stündchen seinem Hobby nachgehen möchte, dem kann ich es absolut empfehlen.
Bisschen Fett und Silikon, dann schießt das schon. :)

Kritik an meinem Testbericht ist gern gesehen, bitte dann per PN - ich ergänze Eure Hinweise.
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Gruß Micha

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Dienstag, 3. Juni 2014, 16:44

Sollte das ...

... nicht ursprünglich 5,5 mm haben?
Und WARUM Plastik? :huh:
Gerechtigkeit ist es, heute das zu erlauben was "vorgestern" noch normal und üblich war und seit "gestern" strafbar ist! :Fahne2:

sternburch

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Dienstag, 17. Juni 2014, 15:49

Plastik weil es bei Naunin kein Holz gab, 4,5mm weil ich dem Gewehrchen nicht so viel Leistung zugetraut hab und ich alles in 4,5 habe. :)
Gruß Micha

sternburch

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Dienstag, 17. Juni 2014, 16:16

Mein Nachtrag zur Präzision:
Die Airstrike hat jetzt ca. 200 Schuß runter und funktioniert insgesamt etwas "weicher".

Mit der offenen Fibervisierung werde ich einfach nicht grün und habe ein Walther 4 x 32 Mini DC montiert, dem ZF sieht die Waffe richtig gut aus finde ich.

Streukreise:
Das Walther ZF hat leider bekannterweise ein viel zu dickes Absehen, dieses verhindert im Moment ein besseres Ergebnis - die Waffe selbst kann mehr.
Der Abzug spielt gefühlt nur eine kleine Rolle dabei.
Auch ist die Zuführung der Dia´s manchmal etwas hakelig mit den Geco-Flachköpfen. Es fühlt sich an, als würden sie bei der Zuführung an einer "Kante" hängenbleiben.
Rundköpfe oder Spitzkopfdias habe ich leider nicht testen können, empfehle dies aber jedem Airstike Besitzer.

Nochmal zur Lautstärke:
Ja das Gewehr ist leise im Schuß.
Das Problem liegt bei der Lautstärke des Pumpvorganges. Dabei knallt der Vorderschaft denn doch recht laut auf das System - sehr viel lauter als der Schuß ansich.
Mich stört dies wenig, bei einem Wohnungsschützen sollte da mit etwas Filz etc. Abhilfe geschaffen werden.
Auch bei der Schmierung der Pumpmechanik sollte mit vernünftigem Waffenfett nachgeholfen werden, der Pumpvorgang funktioniert dann wesentlich geschmeidiger.

Fazit:
Ja ich würde es wieder kaufen, Preis/Leistung sind in meinen Augen tadellos.
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Gruß Micha

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