Sie sind nicht angemeldet.

Matthias

Forengründer

  • »Matthias« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 145

Registrierungsdatum: 29. November 2012

  • Nachricht senden

1

Samstag, 15. Dezember 2012, 13:10

Jagd mit Vorderlader

Hi zusammen,

vielleicht haben wir Jäger hier, die mir helfen abzuwägen !?

Ich würde gerne eine Pro / Contra - Gegenüberstellung über die Jagd mit Vorderladern in BRD machen.
Außerdem würde mich interessieren welches Wild mit VL bejagt werden darf und wie die Vorschriften aussehen.

Gruß Matthias

2

Samstag, 15. Dezember 2012, 13:26

Mir schwirrt da gerade die Mindestenergie von e100 => 1000J durch den Kopf.. Allerdings vermag ich es derzeit nicht diese einem Paragraphen zuzuordnen. Gilt aber, glaube ich, nur für Schalenwild und Büchsenpatronen..

Bei Raubzeug sieht das anders aus. Ich muss mal googeln..

Medjay

Naturbursche

Beiträge: 334

Registrierungsdatum: 10. Dezember 2012

Wohnort: Limburg/Lahn

  • Nachricht senden

3

Samstag, 15. Dezember 2012, 13:37

Ich glaub,in der DWJ war mal ein Bericht über Elchjagd mit dem Vorderlader und Ballistische Versuche dazu.Ist aber schon einige Jahre her,naja,jedenfalls war das Ergebnis,das es absolut Waidgerecht war,aber in D nicht zulässig,aus welchen Gründen auch immer.

4

Montag, 17. Dezember 2012, 00:39

Laut Bundesjagdgesetz ist die Jagd mit dem Vorderlader nicht grundsätzlich verboten, mittlerweile ist jedoch in einigen Landesjagdgesetzen die Jagd mit dem VL verboten, hier muss man sich informieren wie die Gesetzeslage im jeweiligen Bundesland ist.
Es ist strittig ob die Mindestenergien Rehwild E100=1000J und Hochwild E100=2000J auch mit dem Vorderlader einzuhalten sind.
Es gäbe moderne Geschosse für die Jagd mit dem VL, jedoch sind dies i.d.R. Treibspiegelgeschosse, in D dürfen Treibspiegelgeschosse jedoch nicht aus gezogenen Läufen verschossen werden, das gilt auch für VL.
Ein weiteres Problem ist das entladen eines Vorderladers, abschießen nach der Jagd ist eigtl. nicht erlaubt da dies kein Ein. bzw. anschießen im eigentlichen Sinne ist.
Jagd mit dem VL ist ein sehr kontrovers diskutiertes Thema.

Butt

Spender

Beiträge: 4 073

Registrierungsdatum: 10. Dezember 2012

  • Nachricht senden

5

Montag, 17. Dezember 2012, 17:59

Die Jagd mit Vorderlader(Schwarzpulverlader) ist in der BRD nicht verboten aber unter Jägern zu 99% verpöhnt. :huh:

Kenne unter meinen Bekannten nicht einen ,der ins Revier mit einem VL gehen würde ,zumindestens nicht um auf Wild anzusitzen.

In Ländern wie Neuseeland und Australien dagegen haben sie eine große Fan Gemeinde. :rolleyes:

http://jagdwaffennetzwerk.blogspot.de/20…affen-viel.html
Suche Kornschutz für altes HW35 und Illex Wobbler :angeln2:


Gruß Maik

Das Recht auf Waffen *trapper1*

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Butt« (17. Dezember 2012, 18:06)


MountainGun45LC

Outdoorfreak

Beiträge: 3 810

Registrierungsdatum: 16. Dezember 2012

  • Nachricht senden

6

Dienstag, 12. März 2013, 14:41

Irgendwie ...

... amüsiert mich diese Diskussion um Waidgerechtigkeit ja oder nein bei VL immer wieder.
Zugleich erinnert mich das an die alte "Försterpatrone" 9,3 x 72R quasi Standard damals in den meisten Drillingen.
Die absolute Universalwaffe für den Jäger.
Damit wurde alles geschossen vom Fuchs oder Hasen, über den Bock bis zum stärksten Bassen, ca. 140 Jahre lang. Ohne Probleme!
Heute ist die Patrone gerade mal noch auf Rehwild zugelassen, weil angeblich nicht mehr waidgerecht.
Dafür kam dann die 9,3 x 74R u.a. mit wesentlich mehr "Dampf".
Das sagt mir die Schweine müssen schussfester geworden sein, im Laufe der Jahre. Ist doch logisch, oder? *rofl1*
Blödsinn, es lag nicht an der Patrone die ja auch noch aus der Schwarzpulver-Zeit stammt, es liegt einfach an der Einstellung
der jeweiligen Zeit-Epochen die ständig einem Wandel unterliegen. >> Leider nicht immer zum Besseren! <<
Hinzu kam die meisten Waidgenossen waren stockkonservativ, ist so!

Als nach dem VL die ersten Lefaucheux-Patronen kamen war man dagegen, zu unzuverlässig.

Als die ersten RF-Patronen, bzw. später ZF-Patronen rauskamen, zu teuer!

Als die ersten Repetierer rauskamen, nicht waidgerecht, da man verleitet würde zu schnell abzukrümmen.

Als die ZF aufkamen, nicht waidgerecht, daß Wild hätte keine Chance mehr.

Als SL aufkamen, das wären keine Jagdwaffen, sondern "Maschinengewehre" und unwaidmännisch!

VSRF (vulgo Pump Action) galten als "Vollernter". usw.

Heute regt sich da kaum noch jemand auf, Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.
Es gilt immer noch, das Gewehr ist das Arbeitszeug des Jägers, mehr nicht!
Maßgeblich ist immer, wer dahinter steht. Das ist einfach Charaktersache, das gilt allerdings für andere Sachen genauso. (Schnelle Autos z.B.)

Man sieht also wie sich Zeit und Meinung ändern, insofern haben wir heutzutage gar nicht das Recht unsere Altvorderen zu kritisieren,
da diese einen ganz anderen Blickwinkel hatten und wir das selbst nicht erlebt haben.

Und ja, ... ich halte VL durchaus für Jagdkonform sofern die kinetische Energie den Modalitäten entspricht.
Letztendlich hat die Menschheit ca. 60000 Jahre mit Pfeil und Bogen gejagd und das hat auch funktioniert und in den meisten Ländern ist das auch heute noch erlaubt. In der Hand eines sicheren Schützen dürfte auch ein Pfeilschuss ethisch vertretbar sein.
Bei einem Stümper wäre es Tierquälerei, das gilt aber auch für einen schlechten Gewehrschützen.

Wie gesagt, ist nur meine rein persönliche Meinung,
in diesem Sinne Waidmannsheil! *trapper1*
Mountain ...
Gerechtigkeit ist es, heute das zu erlauben was "vorgestern" noch normal und üblich war und seit "gestern" strafbar ist! :Fahne2:

Es haben sich bereits 2 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Butt (12.03.2013), MarkusNEW (13.03.2013)

Ähnliche Themen