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Matthias

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Donnerstag, 17. Januar 2013, 12:00

Ardesa Ranger Rifle .45

Testbericht zum Ardesa Ranger Vorderladergewehr
von Matthias



Ich möchte euch hier gerne mein Vorderladergewehr Ardesa Ranger im Kaliber .45 vorstellen.
Kaufgründe waren für mich u.A. die guten Bewertungen im Netz und im Verein.
Darüberhinaus fand ich die Optik und die Gesamtlänge des Gewehrs sehr ansprechend.

Vorweg erstmal die technischen Daten:

- Holzschaft aus Buchenholz
- Kaliber .45
- Länge knapp 1,10m
- Gewicht 3,2kg
- Achtkantlauf
- 8 Züge
- Stecherabzug



Ich habe dieses Gewehr neuwertig von meinem Kollegen Amaya erstanden.
Es ist ausgezeichnet verarbeitet und insgesamt eine simple aber robuste Konstruktion.
Was mir besonders gefällt ist das Zerlegen zur Reinigung:
Einfach eine Schraube lösen, die den Lauf festhält und dann den mithilfe eines Bolzens gesicherten
Lauf aushaken. Schon kann man Ihn reinigen.



Negative Punkte die mir auffielen sind vorallem das scharfkantige und
leicht schiefe Korn (habe mich schon mehrfach geschnitten :S )
und der mangelhaft entgratete Bügel unterhalb des Abzuges.

Der Stecher viel mir sehr positiv auf und wird von mir gerne genutzt.
Ein moderates Spanngewicht. Das Abzugsgewicht ist dagegen
unter Einsatz des Stechers sehr gering !



Geschossen habe ich das Gewehr bereits auf 25m mit einer Schwarzpulverladung von 42 grain.
Aufgelegt ist damit eine 8 oder 9 möglich. Freihändig angelegt trifft man eine 5 - 7.
Mit einiger Übung vermutlich noch mehr ;)

Die Messingbeschläge werten das schöne und vorallem auch moderne Design optisch auf.
Der Lauf ist brüniert / schwarz eingelassen und aufgrund der Achtkantform sehr elegant.

Für meine Körpergröße von ~ 1,70m ist das Gewehr mit knapp 1,10m perfekt.
Es liegt mit einem moderaten Gewicht von 3,2kg optimal in der Hand.
Zu bemängeln habe ich lediglich, dass es etwas vorderlastig ist. Bedingt durch den schweren Lauf.



Für ein angenehmes Laden empfehle ich die H&N .440 Kugeln in Verbindung mit No.55-Schußpflaster.
Ich tränke die Pflaster immer in Ballistol.

Mein Fazit:
Das Ardesa Ranger ist ein gut verarbeitetes, treffsicheres und preisgünstiges Vorderladergewehr
für Gelegenheits-, Hobby-, oder Wettkampfschützen. Das Gewehr ist mir mittlerweile mein
liebstes "Schießwerkzeug" geworden und macht verdammt viel Spaß !

Ich hoffe euch hat dieser kleine Testbericht von mir gefallen.

lg Matthias
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Matthias

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Dienstag, 26. Februar 2013, 12:06

Fortsetzung



Für das Laden des Gewehres müssen die Richtwerte eingehalten werden.
Nach dem Richtsatz wäre die ideale Menge:

Kaliber .45 = 0.45 Zoll
Richtsatz 1 Zoll = 25,4mm

0,45 x 25,4 = 11,43mm (Laufdurchmesser)
11,43 x 0,25 = 2,8575g

Zusätzlich kann bis zu 0,6g geladen werden.

Somit wäre die maximale Lademenge
3,4575 gramm Schwarzpulver.

Für optimales Laden verwende ich .435er Kugeln von H&N.
In Verbindung mit Schußpflastern No.55 und Ballistol (wahlweise auch Fett)

Zündhütchen sind von RWS.

Eine gründliche Reinigung des Gewehrs empfehle ich generell nach jedem Schießen,
da Schwarzpulver viel Dreck hinterlässt und die Rückstände im Lauf über längere Zeit
verharzen können.

Auch während des Schießens empfiehlt es sich gelegentlich den Lauf kurz durchzuwischen
um festhängende und verklumpte Rückstände zu beseitigen.



Geschossen kann entweder mit dem Standardabzug oder mit dem deutschen Stecher.
Bei diesem Gewehr ist der Stecher sehr empfindlich und sollte nur vor der gewollten Schußabgabe gespannt werden.
Vermutlich reicht schon ein Umfallen des Gewehres oder eine grobe Erschütterung aus um den Schuß zu lösen, hier
also bitte Vorsicht !

Ansonsten ist das Abzugsverhalten in beiden Fällen sehr vorbildlich.

Das Laden des Gewehres ist sehr angenehm und geht relativ zügig.
Mit einem Fülltrichter wird das Schwarzpulver in den Lauf geschüttet und
dann ein Schußpflaster gefettet und auf die Mündung gelegt. Nun wird
das Geschoß darauf gelegt und mit einem Holzhammer angeklopft.

Jetzt setzt man das Geschoss mit dem Setzstock ca. 10 cm ein.
Der lange Ladestock erledigt den Rest - hier bitte darauf achten dass
die Ladung direkt auf das Pulver gesetzt wird.

Ist die Ladedichte und Setztiefe des Geschosses zu gering, kann sich der
Ladedruck enorm erhöhen. Die nötige Präzision leidet auch stark darunter.



Hinweis: Für den Umgang, Erwerb, das Vernichten und Verbringen von Treibladungspulver (Schwarzpulver)
wird eine Erlaubnis nach dem Sprengstoffrecht benötigt. Vorraussetzungen hierfür sind:


- Mindestalter 21 Jahre
- Nachweis über eine erfolgreich abgelegte Fachkundeprüfung nach §27 SprengG
- Zuverlässigkeit
- keine Vorstrafen
- Körperliche und geistige Eignung
- Unbedenklichkeitsbescheinung
- Bedürfnisnachweis

Die Visiereinrichtung des Gewehres ist etwas zu bemängeln.
Aufgrund der Verwendung von Messing verbiegt sich das Korn relativ schnell und
ist schon im Auslieferungszustand leicht zur Seite geneigt.

Zum Lauf kann man eigentlich nur sagen: sehr gut !
Die Ardesa-Läufe legen eine gute Treffgenauigkeit an den Tag und
sind solide aufgebaut.

Matthias für Outdoorandguns.de
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